Corona-App?

Datenschutz - alle haben etwas davon: Joachim Selzer. Foto: Uta Garbisch

Über Chancen und Risiken der Corona-App informiert Jochim Selzer, Datenschutzbeauftragter des Kirchenkreises, am 14. Mai in einem Webinar. Werden beim digitalen Corona-Tracing personenbezogene Daten verarbeitet? Wie können die Daten aus der App bei der epidemiologischen Forschung helfen? Welche gesellschaftlichen Forderungen an Tracing-Apps gibt es?

Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen Mitte März kursierte die Idee, der Ausbreitung von COVID 19 mit Hilfe der Standortdaten von Mobiltelefonen entgegenzuwirken. Anknüpfungspunkt war die bereits bestehende Praxis in anderen Ländern.

In Hongkong, Taiwan, Südkorea, aber auch Polen gibt es bereits Quarantäne-Apps, denen aber unterschiedliche technische Konzepte zugrunde liegen. Die Lage der Entwicklung dieser App ist unübersichtlich, und die Ungeduld wächst ständig. Der Referent Jochim Selzer beschreibt im Webinar die verschiedenen Vorschläge, deren Chancen und Risiken.

Jochim Selzer arbeitet hauptberuflich als Linux-Applikationsadministrator bei einem internationalen Logistiker. Ehrenamtlich engagiert er sich beim Chaos Computer Club und veranstaltet dort Praxisseminare zur IT-Sicherheit für Laien (Cryptoparties), gibt Seminare zu netzpolitischen Themen beim Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und ist ehrenamtlicher Datenschutzbeauftragter zweier Kirchenkreise sowie der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland.

Die kostenlose Veranstaltung findet am Mittwoch, 14. Mai 2020, von 19 bis 20.30 Uhr als Videokonferenz im Internet statt.

Mehr Infos und Anmeldung (bis 13. Mai) bei der Evangelischen Akademie im Rheinland.

EB/gar

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 07. Mai 2020