Bericht von der Landessynode

„Es ist unsere Aufgabe, Flüchtlingen zu helfen.“ Mit diesen Worten fasste Jutta Mack die Beschlüsse der Landessynode zu diesem Thema zusammen. „Das Boot ist nicht voll. Wir haben noch Platz“, sagte sie beim Presbyterkonvent in Meckenheim. Es gehe auch darum, innerhalb der Europäischen Union die damit verbundenen Lasten gleichmäßig zu verteilen. Vor diesem Hintergrund, sei […]

„Es ist unsere Aufgabe, Flüchtlingen zu helfen.“ Mit diesen Worten fasste Jutta Mack die Beschlüsse der Landessynode zu diesem Thema zusammen. „Das Boot ist nicht voll. Wir haben noch Platz“, sagte sie beim Presbyterkonvent in Meckenheim.

Es gehe auch darum, innerhalb der Europäischen Union die damit verbundenen Lasten gleichmäßig zu verteilen. Vor diesem Hintergrund, sei es ein starkes Zeichen, eine Million Euro für die Flüchtlingsarbeit bereit zu stellen. Mehr Flüchtlinge aufnehmen und eine grundsätzliche Neuausrichtung der europäischen Flüchtlingspolitik, das fordert die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Das zeige deutlich, dass „Kirche sich nicht nur mit sich selbst beschäftigt hat“, betonte auch Superintendent Mathias Mölleken.

Etwa 30 Presbyterinnen und Presbyter waren am Mittwochabend in die Christuskirche in Meckenheim gekommen, um sich über die Ergebnisse der Landessynode zu informieren. Da ging es natürlich um die landeskirchlichen Sparbeschlüsse, Pfarrstellenplanung und zukünftige Gemeindeformen. Ganz konkret in den Gemeindeleitungen vor Ort werden sich zwei Entscheidungen auswirken. Presbyterinnen und Presbyter können in der ab der kommenden Presbyteriumswahl 2016 ihr Amt bis zum Ende der Wahlperiode ausüben, auch wenn sie in dieser Zeit ihr 75. Lebensjahr vollenden. Das sieht eine Neuregelung der Kirchenordnung vor, die die Landessynode mit einer deutlichen Zwei-Drittel-Mehrheit verabschiedete. Bisher endet die Amtszeit von Presbyterinnen und Presbytern mit dem Tag, an dem sie das 75. Lebensjahr vollenden. Geändert hat die Landessynode auch das Verfahren, nach der die Zahl der Abgeordneten einer Kirchengemeinde in die Kreissynode festgelegt wird. Bisher war dazu die Anzahl der Pfarrstellen bestimmend. Künftig ist die Zahl der Gemeindemitglieder maßgeblich. Damit steigt die Zahl der Synodalen im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel um neun auf 82 Personen.

Die persönliche Form der Information beim Konvent wird von den Anwesenden sehr geschätzt, trotz umfassender Berichterstattung im Netz. „Lesen kann man allein, sprechen aber nicht“, unterstrich eine Teilnehmerin. Ein anderer schätzt die gemeinschaftliche Form, die ein oder andere Bewertung. „Ich fühle mich wertgeschätzt und erfahre Dinge, die nicht in der Zeitung stehen“, so eine weitere Presbyterin.

 
 

 

Text und Fotos: Uta Garbisch / 29.01.2015

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