Angebot für Verwaiste Eltern

Ab Januar 2019 bietet die ökumenische Hospizgruppe Rheinbach-Meckenheim-Swisttal eine Gesprächsgruppe für Eltern an, die um ein verstorbenes Kind trauern. Ziel ist es, einander kennenzulernen und sich auszutauschen. Die Leitung haben zwei ausgebildete Trauerbegleiterinnen. Eingeladen sind alle Eltern, unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt oder wie alt ihre Tochter, ihr Sohn geworden sind.

Wenn ein junger Mensch stirbt, sind wir sehr betroffen. Da ist ein Leben viel zu früh vorbei. Eltern, die ein Kind verlieren, tragen mit ihrem Kind ein Stück ihrer Zukunft zu Grabe. Der Boden bricht unter ihnen weg. Vieles, was einmal sicher schien, gilt ab diesem Moment nicht mehr.

Das erleben Eltern, deren Kind noch ein Baby oder ein Kleinkind war, genauso wie Eltern, deren Kind im Erwachsenenalter stirbt. Denn Eltern bleiben immer Eltern ihrer Kinder, unabhängig davon, wie alt ihre Kinder sind. Viele Eltern müssen sich im Laufe der Zeit Sätze wie diese anhören: „Nun muss es aber mal gut sein mit der Trauer.“ Oder: „Das ist doch jetzt schon so lange her, du musst allmählich wieder am Leben teilnehmen.“ Solche Sätze sind für die Betroffenen sehr schmerzlich. Sie fühlen sich unverstanden und ziehen sich zurück. Freundschaften aus der Zeit davor können auseinandergehen. Viele betroffene Eltern sprechen irgendwann nicht mehr über ihren Verlust. Sie wollen andere nicht mit dem belasten, was sie selbst so sehr belastet.

Geleitet wird die Gesprächsgruppe von zwei ausgebildeten Trauerbegleiterinnen, hauptverantwortlich ist Irmela Richter. Sie ist ordinierte Prädikantin und Notfallseelsorgerin.

Die regelmäßigen Treffen finden immer am zweiten Freitag des Monats statt. Erster Termin ist Freitag, 11. Januar 2019, von 18 bis 20 Uhr, in den Räumen des Hospizvereins im St. Josef Seniorenwohnen, Klosterstraße 50, Meckenheim. Zwischendurch gibt es einen gemeinsamen Imbiss.

Um vorherige Kontaktaufnahme bei Irmela Richter (Telefon 0172-2091079) oder über Email bei der Hospizgruppe kontakt@hospiz-voreifel.de wird gebeten.

EB

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 10. Oktober 2018