„Am Leben teilnehmen“

Gudrun Schlösser wird am Sonntag, 4. September, in ihr Amt als Pfarrerin in Rheinbach eingeführt.

Für die 43-jährige Theologin ist besonders wichtig, dass „Gemeinde ein Ort ist, an dem sich ganz unterschiedliche Menschen Zuhause fühlen und in der Gemeinschaft die befreiende Botschaft von Jesus Christus: Alte, Junge, Familien und Menschen, die allein sind“.

Intensive Familienarbeit, den evangelischen Kindergarten, viele Hausbesuche sowie Jugend- und Frauenarbeit bezeichnet Gudrun Schlösser als ihre Schwerpunkte. Für die Seelsorgerin bedeutet Gemeindearbeit „ganz viel Beziehungsarbeit“. Präsent zu sein, Menschen auch im Alltag zu treffen, etwa beim Einkauf oder dem Elternabend in der Schule, schaffe Kontakte. „Es macht mir ganz viel Freude, Anteil am Leben derer zu nehmen, mit denen ich zusammen bin“, so Schlösser.

Die gebürtige Wuppertalerin ist mit einem Steuerberater verheiratet. Das Paar hat drei Töchter. In Rheinbach ist Gudrun Schlösser beileibe keine Unbekannte. Denn nach dem Studium in Wuppertal, Tübingen und Bonn absolvierte sie bereits ab 1988 ihr Vikariat und den Hilfsdienst in dem Pfarrbezirk, in dem sie nun Pfarrerin wird. An der Rheinbacher Glasfachschule hatte sie zunächst eine Sonderdienststelle inne, später erteilte sie dort als Pfarrerin Religionsunterricht. 1998 ging sie nach der Geburt der dritten Tochter in Erziehungsurlaub. Später ließ sich beurlauben, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben. Im April 2002 übernahm sie in Rheinbach eine halbe Stelle als Vertretung von Superintendent Dr. Eberhard Kenntner.

Mit ihrer Wahl im zweiten Pfarrbezirk ist Gudrun Schlösser die erste weibliche Pfarrerin in Rheinbach. Rückblickend sagt sie: „Ich bin nun da angekommen, wofür ich angetreten bin. Ich möchte ins Gemeindepfarramt.“

Der Einführungsgottesdienst für Pfarrerin Gudrun Schlösser
im zweiten Pfarrbezirk der Kirchengemeinde Rheinbach beginnt
am Sonntag, 4. September, um 10 Uhr,
in der Gnadenkirche, Ramershovener Straße 6.
Der stellvertretende Superintendent, Pfarrer Christian Werner, nimmt die Einführung vor.

 

 

 
 

 

Uta Garbisch /

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2005