Freut sich, Pfarrerin zu werden

Macht ihr Vikariat in Euskirchen: Dorothee Lindenbaum. Foto: privat

In Euskirchen lebt sie schon länger, jetzt macht Dorothee Lindenbaum dort auch ihr Vikariat. „Ich freue mich darauf, Pfarrerin zu werden“, bekräftigt die Theologin. Zu Beginn ihres Studiums hatte sie noch den Plan, Lehrerin für Deutsch und Religion zu werden. „Aber mich haben an der Uni immer besonders die Seminare fasziniert, in denen es um Seelsorge oder ums Predigen ging. Bevor ich mich dann aber wirklich getraut habe zu wechseln, hat es trotzdem noch etwas gedauert.“

Die Kirchengemeinde Euskirchen und ihren Mentor Gregor Weichsel kennt Dorothee Lindenbaum bereits aus dem Gemeindepraktikum während ihres Studiums, weshalb ihre Freude über die Einweisung ins Vikariat hierher groß war. Jetzt freut sie sich besonders auf die vielen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen, die an ganz verschiedenen Stellen auf ihrem Lebensweg stehen – ob das nun bei Kasualien, im Konfirmationsunterricht oder beim Kaffee nach dem Sonntagsgottesdienst ist. „Und Gott baut sein Haus unter den Menschen gern in Streuselkuchen, da bin ich sehr sicher“, bemerkt sie mit Blick auf das bei Kirchens häufig anzutreffende Backwerk. „Die Arbeit im Pfarrteam, der mutige Blick nach vorn sowie das große Herz für Kultur und Kirchenmusik machen Lust auf die nächsten zwei Jahre in Euskirchen.“

Das Vikariat ist die Phase der theologischen Ausbildung, die sich an ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Evangelischen Theologie anschließt. Im Mittelpunkt steht dabei die Praxis. Innerhalb von rund zwei Jahren lernen Vikarinnen und Vikare alle Berufsfelder kennen, die für eine pfarramtliche Tätigkeit wichtig sind: die Verkündigung des Evangeliums, die Seelsorge, die Leitung einer Gemeinde, die Arbeit an einer Schule sowie diakonische Aufgaben.

Dorothee Lindenbaum ist 34 Jahre alt und verheiratet. Sie hat an der Ruhr-Universität Bochum zunächst Germanistik und Theologie fürs Lehramt studiert, dann den Studiengang Magister Theologiae absolviert. In dieser Zeit war sie Tutorin für Altgriechisch und hat am Lehrstuhl für Praktische Theologie bei Professorin Isolde Karle gearbeitet. In ihrer Freizeit macht sie – wenn nicht gerade Corona ist – mit Leidenschaft irische Musik und tanzt auch sehr gern Set und Céilí Dances.