Reformationstag 2018

Reformationstag 2017: Der Comedian Hagen Range verlieh auf der Reformationsgala Luther seine Stimme. Foto: Meike Böschemeyer

Am letzten Mittwoch im Oktober Gottesdienste in fast allen Kirchengemeinden:

Die evangelischen Kirchengemeinden laden am Mittwoch, 31. Oktober 2018, zu Reformationsgottesdiensten ein. Sie erinnern damit an den Beginn der Reformation vor 501 Jahren. Weil der Tag in Nordrhein-Westfalen kein Feiertag ist, finden alle Gottesdienste in den Abendstunden statt.

Der zentrale Reformationsgottesdienst der Bad Godesberger Kirchengemeinden beginnt um 19 Uhr in der Erlöserkirche, Rüngsdorfer Straße. In diesem Jahr gestaltet die Heiland-Kirchengemeinde den Gottesdienst, den Pfarrer Klaus Merkes hält.

Der zentrale Reformationsgottesdienst in Swisttal beginnt um 19 Uhr in der Versöhnungskirche in Buschhoven, Vogtstraße. Ebenfalls ab 19 Uhr feiert die Kirchengemeinde Rheinbach in der Kapelle in Merzbach, Weidenstraße 18. Die Kirchengemeinde Meckenheim feiert ihren Reformationsgottesdienst um 19 Uhr in der Friedenskirche, Markeeweg. In Wachtberg beginnt der Reformationsgottesdienst um 19 Uhr in der Gnadenkirche Wachtberg-Pech, Am Langenacker 12.

In Flamersheim beginnt der Reformationsgottesdienst um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche, Euskirchen-Flamersheim, Pützgasse 7. Danach lädt das Presbyterium zur Gemeindeversammlung ein. Die Christus-Kirchengemeinde Zülpich feiert um 19 Uhr in der Christuskirche, Frankengraben 43. Ebenfalls um 19 Uhr ist Beginn in der Martin-Luther-Kirche Weilerswist, Martin-Luther-Straße 27-29. Der Gottesdienst der Kirchengemeinde Euskirchen beginnt um 19.30 Uhr in der Evangelischen Kirche, Kölner Straße 41. Im Anschluss findet ein Kölsch-Imbiss im Gemeindezentrum statt.

Stichwort Reformation

Am Reformationstag, alljährlich am 31. Oktober, erinnern die Protestanten weltweit an den Beginn der Reformation durch Martin Luther im Jahr 1517. Ausgangspunkt der Reformation weltweit sind die berühmten „95 Thesen“, mit denen der damalige Augustinermönch Martin Luther seinen theologischen und seelsorgerlichen Protest gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche äußerte. Durch den Verkauf der so genannten Ablassbriefe wollte diese damals vor allem Geld für den Bau des Petersdoms in Rom einnehmen.

Ob Luther seine Thesen tatsächlich an das Portal der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert. Nageleinschläge im Tor zeugen aber bis heute von dem legendären Ereignis. Ein weiteres Anliegen Luthers war die Rückbesinnung auf das unverfälschte Wort der Bibel. Dafür übersetzte der Reformator die Heilige Schrift erstmals vollständig in die deutsche Sprache.

Luther aufs Maul schauen

An fünf Abenden lässt die Kirchengemeinde Rheinbach Martin Luther persönlich zu Wort kommen. Nächster Termin: 24. November.

Anhand von ausgewählten, kurzen Passagen aus den Schriften des Reformators erkunden die Teilnehmenden exemplarisch sein Denken. Was treibt Luther an, und was davon ist uns heute noch wichtig?

Reicht die Behauptung, dass wir doch alle an den gleichen Gott glauben, heute schon zur Wiedervereinigung der Kirchen? Oder bleibt auch heute das „Wie“ unseres Glaubens eine ständige Herausforderung, Einheit in der Verschiedenheit zu suchen? Nur wer seine Wurzeln kennt, kann Zukunft Gestalten, sagt Pfarrer Dr. Diethard Römheld.

Er lädt ab September an insgesamt fünf Donnerstagen um 20 Uhr ins Gemeindehaus Rheinbach, Ramershovener Straße 6, ein:

8. September 2016, 20:00 Uhr
Die „95 Thesen“ (1517) und der Rückblick „Wider Hans Worst“ (1541). Was ist Gnade und wie bekomme ich sie? Welche Rolle spielt Kirche dabei?

22. September 2016, 20:00 Uhr
Ein Überblick über die Reformationsgeschichte mit einem Exkurs zur Bibelübersetzung

20. Oktober 2016, 20:00 Uhr
Das erste Gebot im „Großen Kathechismus“ (1529). Ist Glauben eine Herzenssache oder eine Frage der Erkenntnis?

3. November 2016, 20:00 Uhr
„Von der weltlichen Obrigkeit“ (1523). Wie steht Kirche zum Staat, und was hat die Bergpredigt in der Politik zu suchen?

24. November 2016, 20:00 Uhr
Die Kritik am Großkapital „Von Kaufhandlung und Wucher“ (1524). Luthers Haltung zu Handel und Kapital waren restriktiver als die Position des späteren Protestantismus.

EB/gar