Pfingstwerkstatt „KIRCHEnMORGEN“

„Damit es aufgeht: ein neues Blühen in dieser Zeit“: Der Sacropop-Song des Pfarrers Joachim Römelt und der Kirchenmusikerin Stephanie Schlüter aus Solingen greift den Claim der Pfingstwerkstatt „KIRCHEnMORGEN“ auf, die vom 3. bis 5. Juni die Stadt im Bergischen und ihre Kirche beleben will. „Damit es aufgeht“, haben die Vorbereitungsgruppen den elf Werkstätten inzwischen einen immer klareren Charakter verliehen. „Damit es aufgeht“, ist jetzt auch die Zeit, sich anzumelden. „Es wird spannender, wenn viele kommen“, sagt die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Die Einladung gilt weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Nachbarkirchenkreise und manche landeskirchliche Einrichtung sind längst mit im Boot. Aber auch beispielsweise der Aachener Superintendent Hans-Peter Bruckhoff reist an, „weil mich die Grundidee begeistert, dass wir uns einfach mal unterbrechen lassen in unserem geschäftigen Tun und Planen und am Pfingstwochenende in der Gemeinschaft miteinander Gott Gelegenheit geben, dass er uns den Weg zeigt, den er mit unserer Kirche gehen will“.

Die elf Werkstätten stellen sich auf der Homepage vor

Das Konzept: maximal offen. Davon erzählen schon die elf Werkstatt-Namen, darunter „Baustelle“, „Imbiss“, „Cocktail“ oder „Garten Eden“. Bei wem ein Begriff Assoziationen auslöste, der fand sich in der Planungsgruppe ein. Entsprechend unterschiedlich fällt jetzt auch die Ausgestaltung der jeweiligen Werkstätten aus. Aber die Übersicht auf der Homepage kirchenmorgen.de  macht doch deutlich, in welche Richtung sich die Angebote bewegen. Die Werkstatt „Reise“ hat sich zu einem Rundwanderweg durch die Ohligser Heide entwickelt – mit zahlreichen Zwischenstationen für die ganze Familie. Die Werkstatt „Dear White Church! Dear Colourful Church!“ will der Frage nachgehen, „warum es in unserer Gesellschaft viel mehr Diversität zu geben scheint als in unseren eigenen Reihen“. Und die Werkstatt „Mitspieler:innen gesucht“ nähert sich der Kirche von morgen eben spielerisch und kreativ.

Teilnahme kostenlos, aber Anmeldung notwendig

Die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner

Die Werkstätten sind mit dem jeweiligen Zeitfenster von 9 bis 17 Uhr am Samstag wie am Sonntag das Herzstück des KIRCHEnMORGENs. Manche von ihnen sind eintägig geplant, manche bauen aufeinander auf. Für alle aber gilt: Die Teilnahme ist kostenlos (nur um eine Spende für das Essen wird gebeten), eine Anmeldung aber notwendig , weil die Plätze begrenzt sind. Und was auch immer am Ende der partizipativen und ergebnisoffenen Tage mit Werkstattcharakter steht, es wird in die kirchenleitenden Gremien eingespeist – als ein Impuls auf dem Weg zur Kirche von morgen.

Beim Kulturprogramm tritt auch Judy Bailey auf

„Einen übergreifenden Drive gibt es schon“, sagt Superintendentin Werner. Um die 70 Menschen haben sich der Vorbereitung verschrieben. Die Größe von Solingen hat sich dabei als ideal erwiesen, um Interesse auch in der Stadtgesellschaft zu wecken und für Resonanz zu sorgen. Und wenn die Teilnehmenden im Anschluss mit dem Wunsch „So etwas wollen wir noch mal haben“ nach Hause führen, hätte sich schon eine Hoffnung des Organisationsteams erfüllt. Um das zu erreichen, hat der KIRCHEnMORGEN nicht allein die Werkstätten im Angebot: Auch ein Begegnungsabend am Freitag, Gottesdienste (unter anderem zum Abschluss am Sonntagabend im Walder Stadion), ein Nachtcafé und viel Kultur und Musik sind als Stärkung für das lange vermisste Gemeinschaftsgefühl gedacht. Beim Kulturprogramm am Samstagabend wirkt auch die bekannte christliche Songwriterin Judy Bailey  mit. Der Boden ist also bereitet in Solingen. Jetzt bedarf es an Pfingsten nur noch der Gestaltungslust der Teilnehmenden, „damit es aufgeht“.

Text: Ekkehard Rüger/ekir.de, Fotos: kirchenmorgen.de, Kirchenkreis Solingen