Neuauflage: Umfrage zu Online-Gottesdiensten

Als zu Beginn der Corona-Pandemie Kirchengebäude geschlossen wurden, sind viele Gemeinden zu Video-Streaming, Videoaufzeichnungen sowie Videokonferenzen gewechselt und haben Gottesdienste auf YouTube, Zoom, Facebook oder Instagram angeboten. Dies geschah ohne große Vorbereitungszeit; der Einstieg in digitale Gottesdienste musste schnell gehen. Dazu wurde 2020 eine erste große Nutzerumfrage durchgeführt, jetzt gibt es eine Neuauflage dieser Umfrage.

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Kernfragen der neuen Studie knüpfen an die Erhebung aus dem Vorjahr an: Was ist bei digitalen Gottesdiensten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtig? Die Möglichkeit, sich online an der Fürbitte zu beteiligen und während des Gottesdienstes Kommentare zu posten? Muss der Gottesdienst live sein oder ist ein vorproduziertes und gut geschnittenes Gottesdienstvideo besser? Soll es die Kirche aus dem Ort oder der Region sein oder suchen sich Gemeindeglieder Pfarrerinnen und Pfarrer aus, denen sie über die sozialen Medien folgen? Wie wichtig ist es, dass Online-Gottesdienste in einer Kirche aufgezeichnet werden – oder schalten sich womöglich eher Gemeindeglieder von zu Hause untereinander in einer Videokonferenz zusammen?

Wen erreichen digitale Gottesdienste?

Welche Formen digitaler Gottesdienste haben sich bewährt? Welche Zielgruppen werden über digitale Gottesdienstformate erreicht? Die Studie „Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise (ReTeOG 2021)“ will auch in der Neuauflage Gemeinden helfen, begründete Entscheidungen zu treffen, mit welchen Online-Gottesdienst-Formen und -Formaten sich künftig spezifische Zielgruppen erreichen lassen.

Umfrage läuft bis zum 30. Juni

Grundlage für die Studie ist eine Umfrage, die bis zum 30. Juni geschaltet ist. Die Befragung umfasst jetzt fünf Themenbereiche, die Teilnahme dauert etwa zehn bis 15 Minuten. Sie wendet sich an Menschen, die digitale Gottesdienste besucht haben, aber auch an solche, die dieses Angebot bisher nicht wahrgenommen haben.

Bleiben Online-Gottesdienst auch nach dem Ende der Pandemie?

In der Corona-Krise haben sich viele Formen von digitalen Gottesdiensten entwickelt. Bisher gibt es außer der Vorgängerstudie nur absenderorientierte Studien zu digitalen Gottesdiensten und digitalen Angeboten von Gemeinden (midi – bzw. CONTOC -Studie). Ziel der neuen Studie ist es, in aktualisierter Form belastbare und vergleichbare Aussagen zu erhalten, wie Teilnehmende digitale Gottesdienste nach über einem Jahr Corona-Pandemie wahrnehmen und erleben. Wie wichtig sind ihnen Interaktion und Partizipation (z. B. über Chat während des Gottesdienststreams)? Welche liturgischen Elemente und welches Setting sind bei digitalen Gottesdiensten wichtig? Wie entscheidend ist der lokale Bezug des Gottesdienstes? Wo, wie und von wem werden digitale Gottesdienste angenommen? Wie verhält es sich künftig mit hybriden Gottesdiensten, wenn Präsenzgottesdienste wieder vollumfänglich möglich sein werden?

Grundlage sind die Erfahrungen im digitalen Gottesdienst

Grundlage der Studie „Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise“ ist eine Befragung, die die fünf Landeskirchen Baden, Hannover, Hessen-Nassau, Rheinland und Württemberg gemeinsam durchführen. Diese Umfrage wurde von den Landeskirchen mit dem Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Holger Sievert entwickelt, der auch erneut die wissenschaftliche Auswertung der Umfrage und die Erstellung der Studie übernehmen wird. Holger Sievert ist rheinischer Presbyter und Professor an der Hochschule Macromedia in Köln; er war in seiner Gemeinde an der Einführung digitaler Gottesdienste beteiligt.

Die Ergebnisse der ReTeOG-Studie 2020 sind im Überblick hier sowie vertiefend zur Interaktion hier dokumentiert.

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ekir.de / Red.

Umfrage zu Online-Gottesdiensten

Als wegen der Corona-Pandemie Kirchengebäude geschlossen wurden, wechselten viele Gemeinden zu Video-Streaming, Videoaufzeichnungen, Videokonferenzen und boten Gottesdienste auf YouTube, Zoom, Facebook oder Instagram an. Dies geschah ohne große Vorbereitungszeit; der Einstieg in digitale Gottesdienste musste schnell gehen.

Was ist bei digitalen Gottesdiensten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtig? Die Möglichkeit, sich online an der Fürbitte zu beteiligen und während des Gottesdienstes Kommentare zu posten? Muss der Gottesdienst live sein oder ist ein vorproduziertes und daher gut geschnittenes Gottesdienstvideo besser? Soll es die Kirche aus dem Ort oder der Region sein oder suchen sich Gemeindeglieder Pfarrerinnen und Pfarrer aus, denen sie über die sozialen Medien folgen? Wie wichtig ist es, dass Online-Gottesdienste aus einer Kirche kommen – oder schalten sich womöglich besser Gemeindeglieder von zu Hause in einer Videokonferenz zusammen?

Wen erreichen digitale Gottesdienste?

Welche Formen von digitalen Gottesdiensten haben sich bewährt? Welche Zielgruppen werden über digitale Gottesdienstformate erreicht? Auf diese Fragen gibt es bislang keine verlässlichen Antworten. Die Studie „Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise“ soll Gemeinden helfen, begründete Entscheidungen zu treffen, mit welchen Online-Gottesdienst-Formen und -Formaten sie künftig spezifische Zielgruppen erreichen.

Dafür ist Ihre Mithilfe wichtig. Grundlage für die Studie ist eine Umfrage, die bis zum 20. Juli geschaltet ist. Die Befragung umfasst vier Themenbereiche, die Teilnahme dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Sie wendet sich an Menschen, die digitale Gottesdienste besucht haben, aber auch an solche, die dieses Angebot bisher nicht wahrgenommen haben.

Grundlage sind die Erfahrungen im digitalen Gottesdienst

In der Corona-Krise haben sich viele Formen von digitalen Gottesdiensten entwickelt, aber es gibt noch keine Untersuchung, welche Formen sinnvoll fortgeführt werden sollten. Bisher gibt es nur absenderorientierte Studien zu digitalen Gottesdiensten und digitalen Angeboten von Gemeinden (midi– bzw. CONTOC-Studie). Ziel der neuen Studie ist es, belastbare Aussagen zu erhalten, wie Teilnehmende digitale Gottesdienste wahrnehmen und erleben. Wie wichtig sind ihnen Interaktion und Partizipation (z. B. über Chat während des Gottesdienststreams)? Welche liturgischen Elemente und welches Setting sind bei digitalen Gottesdiensten wichtig? Wie entscheidend ist der lokale Bezug des Gottesdienstes? Wo, wie und von wem werden digitale Gottesdienste angenommen?

Grundlage der Studie „Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise“ ist eine Befragung, die bereits in den Landeskirchen Baden und Württemberg durchgeführt wurde, die aber noch nicht wissenschaftlich ausgewertet wurde. Diese Umfrage wurde nun durch den Medienwissenschaftler Prof. Holger Sievert ergänzt, so dass z. B. auch Korrelationen mit der ARD/ZDF-Online-Studie möglich sind. Holger Sievert ist rheinischer Presbyter und Professor an der Macromedia-Hochschule in Köln; er hat in seiner Gemeinde selbst digitale Gottesdienste eingeführt. Professor Sievert wird die wissenschaftliche Auswertung der Umfrage und die Erstellung der Studie übernehmen.

Neben den Landeskirchen Baden und Württemberg, die die Umfrage technisch realisieren, sind die Evangelische Kirche im Rheinland (Arbeitsbereich Kommunikation und Fachbereich Gottesdienst im Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung) und die Landeskirchen Hessen-Nassau und Hannover Kooperationspartner. Die Fertigstellung der Studie geschieht gegen Ende der NRW-Sommerferien.

Die Umfrage ist unter dem Link www.ekir.de/gottesdienstumfrage erreichbar. Der Link kann auch in Gottesdienststreams eingebettet werden, so dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss an den Gottesdienst ihre Erfahrungen in der Umfrage teilen können.

 

ekir.de / 03.07.2020