Ruandas Zukunft braucht Versöhnung

Grafik: EKiR/Silke Salzmann-Bruhn

„Meine Kinder sollen nicht erleben, was ich erlebt habe. Dafür werde ich kämpfen, aber ohne Faust und Fußtritte.“ Das sagt Beatrice. Vor 25 Jahren, damals war sie Studentin, war sie eines der Opfer brutaler Gewalt im Grenzgebiet von Kongo und Ruanda. 25 Jahre nach dem Völkermord gilt: „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“

Ruanda 1994. Brutal ermorden Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Hutu ihre Landsleute, also vor allem der Tutsi-Minderheit. Innerhalb von hundert Tagen sterben mehr als 800.000 Menschen. Was am Abend des 6. April 1994 begann, wirkt bis heute nach. „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung, auch heute noch, 25 Jahre nach dem Völkermord“, betont Präses Manfred Rekowski.

„Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“ – so heißt die gemeinsame Aktion von Brot für die Welt, der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), der Kindernothilfe und der Evangelischen Kirche im Rheinland. In den kommenden hundert Tagen machen sie auf kirchliche Versöhnungsarbeit im ostafrikanischen Land Ruanda und der Region der Großen Seen aufmerksam und sammeln Spenden. Die Website story.ekir.de/ruanda erzählt davon, wie Versöhnungsarbeit konkret aussieht. Und sie bietet die Möglichkeit zum Onlinespenden.

Rheinische Kirchengemeinden werden in den Gottesdiensten am kommenden Sonntag, 7. April 2019, des Völkermords in Ruanda zu gedenken. Denn rheinische Kirchenkreise sind durch Partnerschaften mit der anglikanischen und der presbyterianischen Kirche in Ruanda verbunden.

Der Hashtag zur Aktion „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“: #RuandasZukunft

Website mit Link zum Onlinespenden: story.ekir.de/ruanda

ekir.de / 02.04.2019

„Wer sich auf den Juden Jesus beruft, kann kein Rassist sein“

Präses Manfred Rekowski in der Düsseldorfer Johanneskirche. (Foto: Sergej Lepke)

Eine Mitmach- und Mutmach-Aktion ist „Deutschland #vereint“: Die Allianz für Weltoffenheit lädt ein, Fotos zum Thema auf einer Webseite hochzuladen und damit ein Zeichen für ein weltoffenes und demokratisches Deutschland zu setzen und Diskriminierung entgegenzutreten. Präses Manfred Rekowski unterstützt die Aktion.

In Deutschland engagieren sich Millionen Menschen privat, in ihrem Unternehmen, in Vereinen, Parteien und Organisationen für den Zusammenhalt unserer vielfältigen Gesellschaft und gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Allianz für Weltoffenheit, ein Bündnis von neun zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden (darunter auch die Evangelische Kirche in Deutschland), möchte diesem Engagement eine Bühne bieten. Sie wirbt mit ihrer Initiative für die Würde des Menschen, wie sie in Artikel 1 des Grundgesetzes garantiert ist.

Manfred Rekowski, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, sagt dazu: „Wir sind ein in seinen Werten und seiner Kultur vom Christentum und seinen jüdischen Wurzeln geprägtes Land. Wenn uns das wichtig ist, dann tun wir gut daran auf den Juden Jesus von Nazareth zu sehen, den Christenmenschen als den Sohn Gottes bekennen. Er hat es vorgelebt, das Verbindende zu suchen. Wer sich auf ihn beruft, kann kein Nationalist oder gar Rassist sein. Deswegen suchen Christinnen und Christen nach dem, was Menschen vereint und ein friedliches Zusammenleben möglich macht.“

Engagierte Menschen sind aufgerufen, bis zum 9. November ihre Fotos zum Thema auf der Webseite www.deutschland-vereint.de hochzuladen.

 

ekir.de/red/05.10.2018

#teuflischgut ausverkauft

„Luther – teuflisch gut“ das ist das Motto zum Reformationsfest 2017. Der Evangelische Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel feiert 500 Jahre Reformation. Im Telekom Dome Bonn findet am 31. Oktober abends eine große Reformationsgala statt. Die Karten zu diesem Abend sind ausverkauft. Darüber freuen wir uns sehr!

Wer nicht live dabei sein kann, muss aber nichts verpassen. Das WDR Fernsehen zeichnet die Veranstaltung auf. Man kann das Geschehen im Livestream verfolgen und den zweiten Teil ab 21 Uhr auch im Fernsehen anschauen. Auch im Dritten werden die Protestanten die kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Relevanz der Reformation an diesem einmaligen Feiertag unterhaltsam beleuchten. Auf dem Programm stehen viel Musik, Comedy und Talk. Die bundesweit größte Reformationsfeier erwartet etwa 5.000 teilnehmende Gäste und mehrere hundert Mitwirkende.

Prominente Gäste

Als prominente Gäste werden Präses Manfred Rekowski, Ministerpräsident Armin Laschet, Benediktinerpater Anselm Grün, Monika Hauser von Medica Mondiale, Moschee-Gründerin Seyran Ateş, Fernsehmoderator Ralph Caspers, Fußballtrainer Heiko Herrlich, Diaclown Willibert Pauels, Slam Poetin Sandra Da Vina und viele andere erwartet. Inhaltlich geht es dabei um Themen wie „Haltung zeigen“, „Vorbilder“ und das „Friedenspotential der Religionen“. Die Journalistin Sabine Scholt (WDR) und der Kabarettist Eckart von Hirschhausen moderieren den Abend. Musikalisch sind das Beethoven Orchester Bonn, Judy Bailey & Band, Schirin Partovi sowie Wise-Guy Eddi Hüneke dabei. Außerdem treten der ein großer „Gala-Chor“ und die „Bläser von Jericho“ auf. Für die Regie sorgt die Bonner Regisseurin Molly Spitta.

Motto mit Augenzwinkern

Ganz im Sinne des Reformationsmottos der Evangelischen Kirche im Rheinland soll die Feier „vergnügt, erlöst, befreit“ geschehen: „Mit fröhlichem Selbstbewusstsein wie der Fähigkeit zur Selbstkritik, geistlich und ernsthaft, aber von Fall zu Fall auch mit einem Augenzwinkern“, unterstreicht Superintendent Mathias Mölleken von Veranstalterseite. Daran erinnern das Motto und der blaue Tintenklecks auf der Einladung: Der Legende nach soll der Teufel den Reformator auf der Wartburg in Thüringen beim Übersetzen der Bibel gestört haben. Luther warf mit seinem Tintenfass nach ihm, um ihn zu verscheuchen. Das Motto für diesen Abend „Luther – teuflisch gut“, nimmt – auch augenzwinkernd – eine umgangssprachliche Redewendung auf und markiert als Botschaft: Luther ist „gut“: Er gilt im Land der Reformation weiterhin als Vorbild für den christlichen Glauben.

WDR überträgt

Die Reformationsgala „Luther – teuflisch gut“ findet am Dienstag, 31. Oktober 2017, ab 18.30 Uhr im Telekom Dome Bonn, Basketsring 1, statt. Das WDR Fernsehen zeichnet die Veranstaltung auf. Man kann das Geschehen im Livestream verfolgen und den zweiten Teil ab 21 Uhr auch im Fernsehen anschauen.

Veranstalter sind die Evangelischen Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn. Vom Kartenverkauf fließt pro Stück ein Euro an den Hilfsfonds „Robin Good“ und den Kinderladen „Kunterbunt“ in Euskirchen zur Bekämpfung von Kinderarmut.

„Luther – teuflisch gut“

Reformationsgala im Telekom Dome Bonn am 31. Oktober 2017

Unter dem Motto „Luther – teuflisch gut“ feiert die evangelische Kirche den 500. Geburtstag der Reformation mit viel Musik, Comedy und Talk. Am 31. Oktober 2017 begehen Bonn und die Region den Abend des 500-jährigen Jubiläums in Form einer großen Gala im Telekom Dome Bonn. Unterhaltsam werden die Protestanten die kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Relevanz der Reformation an diesem einmaligen Feiertag beleuchten. Die bundesweit größte Reformationsfeier erwartet etwa 5.000 teilnehmende Gäste und mehrere hundert Mitwirkende.

Prominente Gäste

Als prominente Gäste werden Präses Manfred Rekowski, Ministerpräsident Armin Laschet, Benediktinerpater Anselm Grün, Monika Hauser von Medica Mondiale, Moschee-Gründerin Seyran Ateş, Fernsehmoderator Ralph Caspers, Fußballtrainer Heiko Herrlich, Diaclown Willibert Pauels, Slam Poetin Sandra Da Vina und viele andere erwartet. Inhaltlich geht es dabei um Themen wie „Haltung zeigen“, „Vorbilder“ und das „Friedenspotential der Religionen“. Die Journalistin Sabine Scholt (WDR) und der Kabarettist Eckart von Hirschhausen moderieren den Abend. Musikalisch sind das Beethoven Orchester Bonn, Judy Bailey & Band, Schirin Partovi sowie Wise-Guy Eddi Hüneke dabei. Außerdem treten der ein großer „Gala-Chor“ und die „Bläser von Jericho“ auf. Für die Regie sorgt die Bonner Regisseurin Molly Spitta.

Motto mit Augenzwinkern

Ganz im Sinne des Reformationsmottos der Evangelischen Kirche im Rheinland soll die Feier „vergnügt, erlöst, befreit“ geschehen: „Mit fröhlichem Selbstbewusstsein wie der Fähigkeit zur Selbstkritik, geistlich und ernsthaft, aber von Fall zu Fall auch mit einem Augenzwinkern“, unterstreicht Superintendent Mathias Mölleken von Veranstalterseite. Daran erinnern das Motto und der blaue Tintenklecks auf der Einladung: Der Legende nach soll der Teufel den Reformator auf der Wartburg in Thüringen beim Übersetzen der Bibel gestört haben. Luther warf mit seinem Tintenfass nach ihm, um ihn zu verscheuchen. Das Motto für diesen Abend „Luther – teuflisch gut“, nimmt – auch augenzwinkernd – eine umgangssprachliche Redewendung auf und markiert als Botschaft: Luther ist „gut“: Er gilt im Land der Reformation weiterhin als Vorbild für den christlichen Glauben.

WDR überträgt

Die Reformationsgala „Luther – teuflisch gut“ findet am Dienstag, 31. Oktober 2017, ab 18.30 Uhr im Telekom Dome Bonn, Basketsring 1, statt. Das WDR Fernsehen zeichnet die Veranstaltung auf. Man kann das Geschehen im Livestream verfolgen und den zweiten Teil ab 21 Uhr auch im Fernsehen anschauen.

Veranstalter sind die Evangelischen Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn. Karten kosten 18 Euro, ermäßigt 14, plus Vorverkaufsgebühr. Davon fließt ein Euro an den Hilfsfonds „Robin Good“ und den Kinderladen „Kunterbunt“ in Euskirchen zur Bekämpfung von Kinderarmut. Vorverkauf über bonnticket.

Einstimmung auf die Gala

Volle Kraft zum Kreide-Sprayen: die Superintendenten Eckart Wüster (rechts) und Mathias Mölleken (links) sowie Pfarrer Siegfried Eckert, Gerlinde Habenicht und Friederike Heiwolt (v.l.) in Aktion (Foto: Matthias Kehrein)

500 Jahre Reformation. Am Abend des 31. Oktober  steigt in Bonn eine der bundesweit größten Veranstaltungen für die es nur noch wenige hundert Karten gibt. Die heiße Phase der Einstimmung hat jetzt mit einer einzigartigen „Stencil-Aktion“ begonnen.

Die Superintendenten Mathias Mölleken (Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel) und Eckart Wüster (Bonn) sprühten das Lutherzitat „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ sowie das Motto der Gala „Luther – teuflisch gut.“ auf das Pflaster unserer Stadt. Die Sprühschablonen sind künstlerische Unikate, die Luthers Tintenfleck abbilden, und eigens für diesen Anlass hergestellt worden. Die „Stencil-Aktion“ soll in den nächsten Wochen in der Region an vielen Stellen zwischen Bonn, Meckenheim und Euskirchen wiederholt werden.

Vorfreude auf ein großartiges Fest: Protestanten aus den Kirchenkreisen Bonn und Bad Godesberg-Voreifel werben für die Reformations-Gala am 31. Oktober im Teleom Dome (Foto: Matthias Kehrein)

Eckart von Hirschhausen und Sabine Scholt moderieren – WDR überträgt

Beim Auftakt Mitte September vor der Bonner Kreuzkirche am Kaiserplatz waren auch mit dabei Pfarrer Siegfried Eckert, Gerline Habenicht vom zentralen Vorbereitungskreis der großen Reformations-Gala, die Kreiskantorin aus dem Kirchenkreis Bad Godesberg.Voreifel Friederike Heiwolt und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Vorbereitungsteam der Gala aus den 25 Kirchengemeinden in Bonn und Region. Sie gaben am Rande der Aktion Auskunft, was sie zu „500 Jahre Reformation“ besonders beseelt sowie weitere aktuelle Hintergründe zu der Großveranstaltung: Die Reformations-Gala am Abend des Reformationstags 2017 im Telekom Dome wird vom WDR-Fernsehen übertragen. Dabei sind unter anderem Präses Manfred Rekowski, Pater Anselm Grün, Ministerpräsident Armin Laschet und viele Prominente und Aktiven aus Kultur und Gesellschaft, dazu 500 Chorsängerinnen und -sänger, Posaunen und das Beethoven Orchester Bonn, alles moderiert von Reformationsbotschafter Eckart von Hirschhausen und Sabine Scholt.

Im Telekom Dome werden insgesamt 5.000 Menschen erwartet. Noch etwa 500 Karten sind über Bonn-Ticket oder bei vielen Kirchengemeinden in Bonn, Bad-Godesberg und der Voreifel erhältlich. Die Reformations-Gala ist eine gemeinsame Veranstaltung der Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn mit Unterstützung unter anderem der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Joachim Gerhardt / 21.09.2017

Rheinische Kirche schreibt zum sechsten Mal Ehrenamtspreis aus

Alle Informationen zur Ausschreibung enthält der Flyer „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter/innen“

Rund 113.800 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Evangelischen Kirche im Rheinland und bringen immer wieder neue Ideen und frischen Wind ins kirchliche Leben. Vor diesem Hintergrund schreibt die rheinische Kirche für 2018 wieder ihren Ehrenamtspreis aus. Mit dem Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, sollen sowohl bewährte als auch neuartige Formen ehrenamtlicher Arbeit in Kirche und Diakonie gefördert werden.

Die inzwischen sechste Auflage des Ehrenamtspreises der rheinischen Kirche, die sich vom Niederrhein bis ins Saarland erstreckt, steht unter dem Leitwort „Denn wir sind Gottes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Eingereicht werden können Projekte, in denen Ehrenamtliche in besonderer Weise befähigt werden, eigenständig Dienste in der Gemeinde zu versehen, explizit multiplikatorisch ausgerichtet Projekte, sowie Projekte, die zur Vermittlung des Glaubens beitragen und Menschen darin bestärken, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen, heißt es in der Ausschreibung.

Eine von der Kirchenleitung berufene Jury wird drei Vorschläge auswählen. Diese Projekte erhalten die mit jeweils tausend Euro dotierte Auszeichnung. Bewerbungen für den Ehrenamtspreis 2018 können bis zum 15. Dezember 2017 eingereicht werden. Die Preisverleihung durch Präses Manfred Rekowski findet am 23. September 2018 in Köln statt.

Details zur Ausschreibung finden Sie unter: www.ekir.de/url/gym

Text: EKiR
Foto: APK

Präses und Zentralkomitee Open Air

Sind Katholiken schon ein ungewöhnlicher Ort? Am 7. Juni jedenfalls feiern Manfred Rekowski, Präses der rheinischen Landeskirche, und Pfarrer Christoph Stender, geistlicher rektor des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), in Bonn gemeinsam einen Open-Air-Gottesdienst. Die ökumenische Pfingstfeier mit dem Motto „Ökumene – begeistert erzählen“ findet auf dem Gelände des ZdK statt.  Für Musik sorgt Judy Bailey.

95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten heißt die Veranstaltungsreihe im Rahmen des Reformationsjubiläums. Mit der Reformation sei die biblische Botschaft in den Alltag der Menschen gekommen. Zum 500. Geburtstag kommen Gottesdienste in Alltagsräume. 95 Thesen lösten die Reformation aus – 95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten ist das Ziel dieses Jubiläumsvorhabens im Jahr 2017.

Die Pfingstfeier unter freiem Himmel beginnt am Mittwoch, 7. Juni 2017, um 18 Uhr, auf dem Gelände des ZdK, Hochkreuzallee 246, Bonn-Bad Godesberg. Christinnen und Christen von St. Servatius und der Thomas-Kirchengemeinde gestalten die Feier mit.

Einer der 95 Gottesdienste an ungewöhnlichem Ort wurde im sog. Kronleuchtersaal in der Kölner Kanalisation gefeiert. Foto: ekir.de / Heiko Kantar

Vom 31. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2017 werden an 95 Alltagsorten Gottesdienste gefeiert. „Mitten in der Welt stellen sich Menschen unter Gottes Wort und feiern außerhalb der Kirchenmauern Gottesdienst. Verkündigung, Musik und der gewählte Ort korrespondieren miteinander und ermöglichen so neue Zugänge“, so Pfarrer Martin Engels, Projektleiter der Evangelischen Kirche im Rheinland für das Reformationsjubiläum 2017. Beispiele dafür waren zuletzt Gottesdienste im sogenannten Kronleuchtersaal in der Kölner Kanalisation oder beim Aachener IT-Dienstleister Synaix.

Schon vormerken können sich Interessierte die Dachterrasse des ehemaligen Bundeskriminalamt-Hochhauses in Bad Godesberg. Dann heißt es am Mittwoch, 21. Juni 2017, um 17.30 Uhr, wieder: Gottesdienst an einem ungewöhnlichen Ort. Die Adresse: Verlag für die Deutsche Wirtschaft, Koblenzer Straße 99-103 / Ecke Theodor-Heuss-Straße.

Link: 95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten

Mitmachaktion „Wir sind MitMenschen“

„Die Kraft des Geistes Gottes macht uns Beine“, sagt Präses Manfred Rekowski, das Pfingstfest im Rücken. „Wir sind immer wieder gefragt, Gesicht zu zeigen für die Sache Gottes.“ Und so startete der Präses die Mitmachaktion „Wir sind MitMenschen – Christinnen und Christen zeigen Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit“.

 

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Präses Manfred Rekowski präsentiert die Mitmachaktion „Wir sind MitMenschen“.

Die Aktion richte sich gegen diejenigen, die die ausgrenzen wollen, die hier Zuflucht suchen, macht der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Pressekonferenz zum Start von „Wir sind MitMenschen“ deutlich. Ausgrenzung sei „nicht der Weg Gottes“. In den Kirchengemeinden setzten sich Christinnen und Christen auch ganz praktisch für Flüchtlinge ein, so Rekowski. „Dieser Einsatz beeindruckt mich sehr und ich bin dankbar dafür.“

Das haben die Ministerpräsidentinnen Hannelore Kraft (NRW), Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) sowie ihr hessischer Amtskollege Volker Bouffier gemein, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Evonik-Chef Klaus Engel, die Erzieherin Temis Duarte-Niermann, die Rentnerin Margret Sohn und der Präses: Sie alle sind ab heute auf dem Plakat „Wir sind MitMenschen“ vereint.

Christinnen und Christen verschiedenen Alters und verschiedener Berufe, Mitmenschen über die Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg, Prominente oder auch nicht unterstützen die Aktion. In mehr als hundert Orten vom Niederrhein bis ins Saarland und vom Aachener Land bis ins Oberbergische hängen ab heute entsprechende Großflächenplakate. Ihre Botschaft: „Gottes Wort lehrt Nächstenliebe, nicht Hass.“

Stichwort christliches Abendland: „Wir halten Kurs“, betont der Präses auch noch einmal auf Nachfrage. Und: „Das Eintreten für Fremde ist nicht verhandelbar.“ Er berichtet von einer Begegnung mit jungen Flüchtlingen in Wermelskirchen. Sie hätten „mit glänzenden Augen“ von dem Respekt und der Achtung gesprochen, den sich die Menschen hierzulande zollen. Diese jungen Menschen, geflüchtet aus Syrien, Irak, Eritrea, Bangladesh, erleben hier laut Rekowski: „Wir sind alle Mitmenschen.“

Bei den Mitmenschen auf den Plakaten bleibt es nicht. Der Mitmachaktion haben sich bereits mehr als hundert Menschen angeschlossen. Sie lassen sich fotografieren und bekennen sich über ein Bibelzitat oder einen denkwürdigen Satz als MitMensch. Präses Rekowski: „Wir wollen die Aktion breit streuen.“

Das funktioniert praktisch so: einfach bei wirsindmitmenschen.de/formular Name und Statement eintippen und das eigene Foto hochladen. Mitmachen können auch Gruppen – zum Beispiel eine Konfigruppe, ein Seniorenkreis, ein Männertreff. Sie laden dementsprechend ein Gruppenfoto hoch.

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