Die iOMA

Am Schluss fliegen alle guten Wünsche per Luftballon in den Himmel: Elke Steckenstein und Sonja Freischem von der Inklusiven Gemeindearbeit in Meckenheim haben eine inklusive Mini-Andacht aufgenommen und online gestellt. iOma heißt das virtuelle Projekt. Dazu gehören eine kurze Predigt in leichter Sprache und Gebete, die mit Gesten unterstützt werden.

„Wenn wir uns schon nicht sehen können, dann möchten wir doch gerne versuchen auf andere Weise im Kontakt zu bleiben“, sagt Elke Steckenstein. Das Team nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine kleine Gedankenreise. „Nein, es ist tatsächlich nicht alles abgesagt und manches möchte eben dann auf anderen, manch neuen Wegen, zu den Menschen.“ Schließlich sei man über den Himmel, in den die Ballons steigen, immer und ganz sicher miteinander verbunden.

Seit 2015 ist Elke Steckenstein Mitarbeiterin im Team der Kirchengemeinde Meckenheim. Ihre Aufgabe ist es, die inklusive Arbeit der Gemeinde zu verstärken. Das Ziel ist, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in der Gesellschaft ein Stückchen mehr Wirklichkeit werden zu lassen.

Aktuell sitzt die Sozialpädagogin selbst im Home-Office, regelmäßige Veranstaltungen sind abgesagt. Die wichtigste Frage, die sich ihr stellt: Wie kann sie in Kontakt bleiben zu den Menschen in der Gemeinde, „ihren“ Teilnehmer*innen, Teamer*innen, Kooperationspartnern?

Obwohl jetzt der ganz direkte Kontakt fehlt, Elke Steckenstein erlebt über andere Wege Nähe, Austausch, Hilfsbereitschaft, und Solidarität. „Beziehungen sind nicht abgesagt, sondern angesagter als zuvor.“ Wege wie E-Mail, Messanger-Dienste, Instagram, Telefon oder Skype verändern sich, „werden emotionaler, ausführlicher, achtsamer“. Das freut die Fachfrau für Inklusion. Die iOma ist dabei ein weiterer Baustein. Deshalb wird nächsten Dienstag die zweite inklusive Andacht gedreht. Das Thema: „Leben geht weiter, wenn auch derzeit oft im Verborgenen.“