Was wir glauben

Abendmahl

Vor seinem Tod feierte Jesus eine letzte gemeinsame Mahlzeit mit seinen Jüngern: Das letzte Abendmahl. Im Andenken daran feiern evangelische Christen heute auch regelmäßig das Abendmahl im Gottesdienst. Alle Teilnehmenden erhalten ein Stück Brot und einen Schluck Wein oder Saft. Alle getauften Christinnen und Christen sind zum Abendmahl eingeladen, auch Kinder. Im Abendmahl erfahren wir unsere Gemeinschaft im Glauben und mit Jesus Christus. In unserer Gemeinde feiern wir das Abendmahl immer im ersten Sonntagsgottesdienst des Monats und an Feiertagen.

Bibel

Die Bibel ist Grund und Quelle des christlichen Glaubens, und zwar in allen christlichen Kirchen. Die Heilige Schrift besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Sie enthält von der Schöpfungsgeschichte bis zur Apokalypse des Johannes alle Geschichten, Gleichnisse, Prophezeiungen, Briefe, Berichte, Anweisungen, Psalmen, Gebete, Gebote und Erzählungen, die den christlichen Glauben in seiner Gesamtheit darstellen. Es gibt mehr als 30 Bibelübersetzungen ins Deutsche, aber für die evangelische Kirche ist vor allem eine maßgeblich: die Lutherbibel. Mit der Übersetzung der Bibel aus den biblischen Ursprachen Hebräisch und Griechisch hat der Reformator Martin Luther um 1530 die Textfassung geschrieben, die heute in der EKD immer noch verwendet wird (allerdings in der revidierten Fassung von 1984, denn Luthers damalige Sprache musste dann doch etwas modernisiert werden).
Quelle: gep

Bibel online lesen unter: http://www.die-bibel.de/

Reformation

Der Augustinermönch Martin Luther wollte die Kirche erneuern und sie zur Botschaft des biblischen Neuen Testaments als ihrem geistigen Ursprung zurückführen. Der Legende nach schlug er deshalb am 31. Oktober 1517 die 95, gegen Missstände in der Kirche gerichteten, Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Darin protestierte er gegen den Missbrauch des Ablasses. Er löste eine Reform der mittelalterlichen Christenheit in Zentraleuropa aus und die Bildung der evangelischen Kirchen begann –  was Luther eigentlich nie beabsichtigt hatte. Die Reformation gilt heute gesellschaftlich, politisch und kulturell als bedeutende Zäsur.

Die „vier Soli“ der Reformation

Sola fide: Allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke

Sola gratia: Allein durch die Gnade Gottes wird der Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun

Solus Christus: Allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige

Sola scriptura: Allein die (Heilige) Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die Tradition der Kirche

Priestertum aller Gläubigen (Getauften)

Es bedeutet, dass wir allein durch den Glauben und die Gnade in Gottes Nähe sind. Es braucht keinen geweihten Priester, der als Mittler zwischen Gott und den Menschen dient. Die ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrern nehmen auf Grund ihrer Ausbildung lediglich besondere Aufgaben in der Gemeinde wahr.