Tür(ch)en öffnen

Worauf warten Sie? Was erwartest Du? Das Thema Warten ist der rote Faden des Instagram-Adventskalenders, der am 1. Dezember startet – ein alltagsnaher Begleiter durch die vier Adventswochen. Tag für Tag, jeden Morgen, gibt es mit einer neuen Bild-Text-Tafel einen kleinen Input. Eine Einladung zu eigenen Gedanken, ein anregendes „Türchen“.

Mal heiter, mal nachdenklich: Menschen erzählen, was sie erwarten oder worauf sie warten. Auf ihr erstes Baby, auf eine zündende Idee für ein Weihnachtsgeschenk, auf weiße Weihnachten. Andere erzählen, warum Warten in manchen Lebenssituationen quälend ist. Da ist die Rede vom Warten auf eine Diagnose, im Aufwachraum.

Manches Statement knüpft ganz offensichtlich an die Weihnachtsvorbereitungen an. Andere Äußerungen fassen das Thema weiter und leichter – und tragen auf diese Weise dazu bei, die Adventszeit bewusst zu erleben. Seit mehr als zweitausend Jahren feiern Christinnen und Christen an Weihnachten die Menschwerdung Gottes.

Evangelische Koproduktion

Der Instagram-Adventskalender kommt aus der Region: Er ist eine Koproduktion der Evangelischen Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn und Bad Godesberg-Voreifel sowie der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland. Über ihre Instagram-Kanäle sprechen die kirchlichen Anbieterinnen vor allem jüngere, eher kirchenferne Menschen an, begleiten sie auf dem Kanal, der aktuell die höchsten Nutzungssteigerungen verzeichnet. Ein Bemühen, das gelingt; so hat das Instagram-Angebot des Kirchenkreises An Sieg und Rhein seit dem Start im Mai und völlig ohne Werbefinanzierung bereits eine dreistellige Zahl von Abonnentinnen und Abonnenten erreicht.

Weihnachtsfest, Winterurlaub, Wiedersehen mit Familie und Freunden – diese drei W’s erwarten die meisten Menschen im Advent, erklärt Almut van Niekerk, die Superintendentin An Sieg und Rhein. Mit Weihnachten erwarten Christinnen und Christen die Geburt Jesu – „das Kind, das uns zeigen wird, wie Gott seine Welt gemeint hat“.

Auch der Kirchenkreis Bonn spricht Menschen auf Instagram an. In Zeiten der Digitalisierung sei es wichtig, Menschen online und insbesondere in Sozialen Medien spirituelle Angebote zu machen, erklärt Eckart Wüster, Superintendent des Kirchenkreises Bonn.

Kleine Lichtstrahlen entdecken

Zum Start des Instagram-Adventskalenders 2019 sagt der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, Mathias Mölleken, dass für ihn der Advent die gute Gelegenheit ist, „sich gegen den Trend zu verlangsamen, um kleine Lichtstrahlen der Menschwerdung Gottes zu entdecken“. Er hoffe auf „Frieden und Versöhnung, der bei mir beginnt, sich fortsetzt in der Familie und auch in unserer Gesellschaft“.

Für diesen Kirchenkreis wie auch für die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland ist der digitale Kalender zugleich der Start ihres jeweiligen Instagram-Kanals. Die Leitende Pfarrerin der Frauenhilfe, Dagmar Müller sagt: „Zu Beginn des Kirchenjahres beschreiten wir neue Wege. Neu ist, dass die Frauenhilfe Instagram nutzt. Neu ist auch, dass wir mit den benachbarten Kirchenkreisen einen gemeinsamen Adventskalender auf Instagram stellen. Wir wollen neue Wege gehen, neue Tür(ch)en öffnen, gute Worte finden, die Menschen ansprechen und neugierig machen. Neugierig auf den Grund und den Sinn des Lebens, auf die Hoffnung, die uns aufrichtet und das Licht, das uns den Weg weist. Willkommen an alle, die mit uns die neuen Wege wagen.“

Der Insta-Kanal: Bad Godesberg-Voreifel: https://www.instagram.com/godesberg_voreifel_evangelisch/

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 28. November 2019