Gerne im Dialog

Karsten Matthias. Foto: privat)

Unverhofft kommt oft, sagt Karsten Matthis. Seit 1. November ist er als neuer Pastor in der Kirchengemeinde Flamersheim tätig. „Dass sich noch einmal die Möglichkeit ergeben könnte, in den kirchlichen Dienst zu wechseln, konnte ich noch vor kurzem nicht erahnen“, bekennt Matthis. Denn in den zurückliegenden Jahren war der Diplom-Theologe außerhalb von Kirche tätig. „Jetzt freue ich mich darüber, dass mir die Möglichkeit seitens der Landeskirche und unseres Kirchenkreises eröffnet wird.“

Zuletzt hat Karsten Matthis fast 13 Jahre das Arbeitnehmer-Zentrum-Königswinter (AZK) als Geschäftsführer und pädagogischer Leiter geleitet. Das Bildungshaus versteht sich als Heimvolkshochschule und bietet politische und soziale Bildung für alle Generationen und Berufe an. Er selbst hat neben einer umfangreichen Verwaltungstätigkeit leidenschaftlich Seminare zu Grundsatzthemen und zur Europapolitik durchgeführt. Zuvor war er bei einem großen Bonner Verlag als Leiter des Lektorats tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er über viele Jahre den Ökumenischen Predigtpreis als Geschäftsführer betreut, der alljährlich am Buß-und Bettag in der Universitätskirche zu Bonn verliehen wird.

Matthis, Jahrgang 1959, ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Wachtberg. Studiert hat er in Kiel, Wuppertal und Göttingen, neben Evangelischer Theologie auch Philosophie. Seit dem Jahr 2000 engagiert er sich als Prädikant und hat Erfahrungen mit Gottesdiensten und Bibelarbeiten gesammelt. In der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bonn gehöre er dem Vorstand an. Ihm ist der Dialog mit dem Judentum aber auch mit anderen Religionen ein wichtiges theologisches Anliegen. In seiner Freizeit fährt er gerne Fahrrad, liebt Nordic Walking und schaut recht gerne Fußballspiele der 1. und 2. Bundesliga.

Sein knapp zweijähriger Probedienst endet mit der Zuteilung der „Anstellungsfähigkeit“ für den Pfarrdienst. Diese beinhaltet die Wahlfähigkeit durch ein rheinisches Leitungsorgan, in der Regel ein Presbyterium.

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 19. November 2019