Pfarrkonvent in der Tomburg-Kaserne

Militärseelsorge und die Bundeswehr mit ihren neuen Aufgaben standen im Mittelpunkt des Besuches in der Rheinbacher Tomburg-Kaserne.

„Die Landesverteidigung ist weiter zu gewährleisten“, betonte Brigadegeneral Kurt Herrmann vor Pfarrerinnen und Pfarrern aus Bad Godesberg und der Voreifel. Doch rücke dieser Verteidigungsauftrag zunehmend in den Hintergrund. Diese Veränderungen stellten die Bundeswehr vor neue Probleme, so der Kommandeur des Kommandos Strategische Aufklärung. „Es ist ungleich schwieriger geworden herauszufinden, wer wirklich bedrohlich ist.“

 

Der evangelische Militär-Seelsorger in Rheinbach, Pfarrer Jürgen Waskönig, hatte seine Kolleginnen und Kollegen in die Kaserne eingeladen. In der Andacht zu Beginn des Besuches berichtete er von einem Wochenende mit Soldaten und ihren Familien am Erntedankfest. „Die Begegnungen waren sehr intensiv.“ Mit dem Brigadegeneral war er sich über die wichtige Rolle der Seelsorge für Soldaten einig. „Durch die Auslandseinsätze hat sich ihre Bedeutung noch verändert“, so Kurt Herrmann. Als in Kabul im Juni vier Soldaten zu Tode kamen, sei dies besonders deutlich geworden. „Menschen suchen in extremen Situationen Halt und Stütze. Und da sind die Militär-Seelsorger dann Ansprechpartner.“

 

 
 

 

Rheinbach / 10.10.2003

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 10. Oktober 2003

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