Festival der Reformatorinnen – Theaterstück gastiert in Euskirchen

Nie um einen Kommentar verlegen: die Wirtin (Simone Silberzahn), rechts. Foto: Meike Böschemeyer Foto: Meike Böschemeyer

Letzte Gelegenheit: Gleich 13 Frauen schlüpfen am 14. Oktober in die Rollen von historischen Geschlechtsgenossinnen, die die reformatorische Bewegung auf sehr unterschiedliche Weise in ihrer Ausbreitung vorangetrieben haben: als Regentin, Theologin, Pädagogin, Pfarrfrau, Liederdichterin oder Schriftstellerin. Dabei sind etwa Katharina Schütz, eine frühe feministische Theologin. Und natürlich Katharina von Bora, die als entflohene Nonne großes ökonomisches Geschick und die Pfarrhauskultur entwickelte. Alle historischen Personen werden auf der Bühne lebendig. „Ihre Hoffnungen, Ängste und das Ringen um ihren Glauben und die Kirche werden sichtbar“, sagt Frauenbeauftragte Sabine Cornelissen, die selbst die Rolle der Katherina übernommen hat. „Die Reformation war eine Bewegung, zu der viele einfache und einflussreiche Menschen jeden Geschlechts und unterschiedlichster Herkunft gehörten.“ Gleichzeitig geht es um die Themen der Zeit: Bildung und Freiheit, Hexenverfolgung und Pest.

Mehr als ein Jahr lang haben sich die Miminnen mit „ihrer“ Reformatorin intensiv auseinandergesetzt, Quellenstudien betrieben und beim Schreiben des Textbuches historische Fakten berücksichtigt. „Für die Geschichtsbücher der Zukunft wollen wir uns mehr als einen Namen merken“, hofft Pfarrerin Dagmar Gruß. Beim Festival treten alle in historischen Kostümen auf, begleitet von Renaissancemusik und unterbrochen von einem mittelalterlichen Büffet. Die Uraufführung im März in Bonn wurde begeistert aufgenommen. Etliche Abende folgten, auch auf dem Kirchentag in Berlin.

Die nächste und letzte Aufführung des Festivals findet am Samstag, 14. Oktober 2017, von 18 bis 21 Uhr, in der Evangelischen Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, statt. Karten kosten 25 Euro (Vorstellung und Teilnahme am mittelalterlichen Speisentisch); ermäßigt 12,50 Euro. Kontakt: Sabine Cornelissen, Telefon: 0228 / 3078714; frauenbeauftragte-bgv@ekir.de

Geschrieben von Kirchenkreis am 11. September 2017

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